Programm ASP und Biosicherheit

Die Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist eine lt. Tierseuchengesetz anzeigepflichtige Tierseuche, die neben Wildschwein- auch Hausschweinbest√§nde befallen kann. Derzeit tritt die ASP nicht in √Ėsterreich, sondern in zahlreichen (angrenzenden) Mitgliedsstaaten auf. Eine aktuelle Studie der AGES zeigt aber, dass Nieder√∂sterreich als eines von drei Bundesl√§ndern in √Ėsterreich mit dem Auftreten der ASP im Wildschweinebestand in den n√§chsten 2 bis 4 Jahren zu rechnen hat (sofern es nicht schon fr√ľher zu einem Eintrag durch z.B. unsachgem√§√ü entsorgte Essensreste kommt).

Daher ist es sehr wichtig bereits im Vorfeld  Landwirt*innen zu informieren und zu motivieren, entsprechende vorbeugende Ma√ünahmen zu treffen. Die Landwirt*innen sollen Biosicherheitsma√ünahmen in ihren schweinhaltenden Betrieben selbst evaluieren, um damit dem Eintrag des Virus in die Betriebe vorzubeugen.

Da die schweinehaltenden Betriebe in N√Ė zu einem Gro√üteil TGD-Mitglieder sind, wurde in Zusammenarbeit mit der Abteilung Veterin√§rangelegenheiten des Amtes der N√Ė Landesregierung dieses TGD-Programm ausgearbeitet. 

Dienstleistung:

1. Registrierung der Programmteilnahme
Der Betrieb bekundet den Wunsch zu einer amtlichen Biosicherheitskontrolle durch die jeweiligen amtlichen Tier√§rzt*innen mit dem Formular ‚ÄěBeantragung einer amtlichen Biosicherheitskontrolle‚Äú.
Das Formular kann online ausgef√ľllt werden, aber auch per Mail (post.lf5@noel.gv.at), Fax (02742-9005-12801) oder am Postweg (Amt der N√Ė Landesregierung, Landhausplatz 1, 3109 St. P√∂lten) √ľbermittelt werden.
Nach √úbermittlung des Formulars ‚ÄěBeantragung einer amtlichen Biosicherheitskontrolle‚Äú an die Abteilung LF5 durch die Tierhalter*innen, wird der Betrieb im TGD als Teilnehmer*in am Programm ‚ÄěTGD ‚Äď ASP Biosicherheitskontrolle‚Äú eingetragen. Die Programmteilnahme ist f√ľr die Betreuungstier√§rzt*innen im TGD-online System beim Betrieb unter dem Karteireiter Programme bzw. am elektronischen BE Deckblatt unter dem Punkt ‚ÄěLokale Programme‚Äú ersichtlich.

2. Programmvorgaben:
2.1. Download der entsprechenden Checkliste durch den jeweiligen Betrieb. 
      
2.2. Nach Vorbereitung und Selbstevaluierung gehen die Tierhalter*innen mit den Betreuungstier√§rzt*innen die Checkliste durch. Abschlie√üend unterschreiben beide die Checkliste.

2.3. Die ausgef√ľllte Checkliste ist an die TGD-Gesch√§ftsstelle per Mail
(office@noe-tgd.at), per Fax (02782-81035) oder am Postweg
(N√Ė Tiergesundheitsdienst, Landhausplatz 1, 3109 St. P√∂lten) zu √ľbermitteln.

3. Kostentragung:
3.1. Als Aufwandsentsch√§digung f√ľr die j√§hrliche √úberpr√ľfung der Selbstevaluierung durch die Tier√§rzt*innen ist ein Betrag von 100 ‚ā¨ (beinhaltet 20% Ust) von den Tierhalter*innen zu entrichten.
Der Betrag wird vom Seiten des N√Ė TGD im Rahmen einer zentralen Verrechnung von den Tierhalter*innen eingehoben und an den Betreuungstier√§rzt*innen weiter√ľberwiesen.

4. Beendigung der Teilnahme:
Ist von Seiten des Betriebes eine Teilnahme am Programm nicht mehr gew√ľnscht, so ist die K√ľndigung der Teilnahme am Programm schriftlich dem N√Ė TGD bekannt zu geben. 

Nutzen:

  • Der Betrieb erh√§lt einen √úberblick √ľber durchzuf√ľhrende Ma√ünahmen, um einen Eintrag des Virus in die Betriebe vorzubeugen.
  • Im Fall der ASP beim Wildschwein ist mit Handelsbeschr√§nkungen bei der Verbringung von Hausschweinen aus den Sperrzonen zu rechnen. Eine Grundvoraussetzung f√ľr die Verbringung ist die Einhaltung der Biosicherheit in den schweinhaltenden Betrieben, die amtlich kontrolliert werden muss. Bereits pr√§ventiv vorgenommene Biosicherheitskontrollen verk√ľrzen Vorbereitungszeiten im Falle des Auftretens der ASP, und beg√ľnstigen dann einen reibungslosen Ablauf im Betrieb. 

 Download Formulare